Konzerte mit Kultstatus
Schon am vergangenen Sonntag musste das Monatstreffen , bei dem erstmals die amerikanische New Country-Band «Modern Earl» beim CFRM auftrat, auf das Gelände des Gasthaus Jahnfolk in der Kirschwaldstraße verlegt werden. Endgültig zu Ende geht für Country-Freunde aus Frankfurt und Umgebung die Zeit im Texas-Saloon dann am Samstag, 12. September. An diesem Tag stehen die Räume in der Haupttribünen des Stadions am Bornheimer Hang zum letzten Mal zur Verfügung. Seit der CFRM-Gründung gab es dort im Vereinslokal einmal pro Monat Livekonzerte, erst in der Flinsch-Straße und seit dem 5. August 2001 im FSV-Stadion am Bornheimer Hang. Mittlerweile genießen die Konzerte bei Countryfans Kultstatus.
Allerdings fühlt sich Baumgart jetzt vom Fußball-Zweitligisten abserviert. Vor einigen Jahren sei der FSV noch froh gewesen, einen Pächter für die Gastronomie gefunden zu haben. «Für einen Verein ist das nicht immer leicht.» Die Lizenz hat bis heute der zweite Vorsitzende des CFRM, Michael Eckert. «Die vom ersten Tag an tolle Stimmung färbte auf die Musiker ab. Man merkte: Sie gaben sich richtig Mühe, spielten gerne hier.» Allerdings: Ohne zahlreiche Sponsoren und ein finanzielles Entgegenkommen der Bands wären die monatlichen Treffen nicht möglich gewesen, bedankt sich Baumgart bei den Künstlern. Umso enttäuschter sei er, dass der FSV die Musikfreunde nun so sang und klanglos loswerden will.
Für die monatlichen Live-Konzerte sei der Umzug in die Daimlerstraße zwar kein großer Nachteil, betont Baumgart. «Bei der Catering-Firma Avanti haben wir einen größeren Saal als bisher.» Werktags essen dort Arbeiter und Angestellte aus dem Hafengebiet zu Mittag. «Natürlich bedeutet das mehr Aufwand. Wir müssen vor jeder Veranstaltung alles aufbauen, müssen den Saal dekorieren», sagt Baumgart. Der Texas-Saloon hingegen hatte im Laufe der Jahre ein ganz eigenes Flair aus Flaggen, Bildern, Fotos, Cowboy-Hüten und anderen Utensilien entwickelt. «Im Sommer konnte man auf die Terrasse gehen. Das hat uns oft gerettet, sonst wären bei heißem Wetter wohl kaum Leute gekommen», weiß Baumgart.
Suche bislang vergebens
Zum jährlichen Sommerfest hinter der Haupttribüne pilgerten meist weit mehr als 600 Besucher. Zum Tanzen hingegen sei das längliche Lokal im Stadion mit der kleinen Bühne nicht ideal gewesen. Und im Osthafen gebe es endlich auch genügend Parkplätze. Gleichzeitig suche der Verein aber auch ein neues Vereinslokal. Denn das Training der Linedancer sollen auch künftig weitergehen können, sagt Baumgart. «Deshalb sind wir auf der Suche, bislang erfolglos.» Über Tipps und Hilfe wäre Baumgart froh.
Die Monatstreffen mit Live-Musik beginnen immer am ersten Sonntag im Monat um 14 Uhr. Am 1. November ist die Band Louisiana zu Gast. Im Dezember fällt das Monatstreffen allerdings aus. Dann steigt nämlich im Bürgerhaus Bornheim in der Arnsburger Straße 24 wieder die alljährliche stattfindende große Country-Nacht des Vereins mit der Cripple Creek Band, Kevin Henderson, Doug Atkins sowie One More Ride. hau
Bornheim/Ostend.